WIR:

Wir, sind das Team um den Inhaber Alireza Foruzandeh und haben die ehemals Alte Kirche Wupperfeld als einzigartigen Ort für kulturelle Projekte entdeckt.

VERÄNDERUNG:

  • Im Jahr 2017 erwarb Alireza Foruzandeh das Gebäude.
  • Zunächst stand eine Nutzungsänderung an.
  • Es folgten einige Umbaumaßnahmen, um das Gebäude für eine breitere Palette von Veranstaltungen zugänglich zu machen.
  • Als wir bereit waren, das Gebäude für Veranstaltungen aller Art zu eröffnen, brach die Covid-19-Pandemie aus, die uns, wie viele andere, unerwartet und hart traf.
  • Seitdem die Gefahr durch das Virus zurückgegangen ist, konnten wir allerdings erfolgreich verschiedene Veranstaltungen umsetzen – von Kunstausstellungen über Konzerte bis hin zu Hochzeiten.

ZIEL:

  • Unser Ziel ist es, die Geschichte dieses historischen Kirchengebäudes zu ehren, während wir es pflegen und nutzen, da es einen bedeutenden Platz in diesem Stadtteil einnimmt.
  • Gleichzeitig möchten wir einen Raum schaffen, der Menschen aus verschiedenen Generationen und kulturellen Hintergründen miteinander verbindet; dieses einmalige Kirchengebäude soll zu einem Ort der Begegnung, des Dialogs und der Inspiration werden.
  • Wir streben an, der Kirche neues Leben einzuhauchen und sie zu einem lebendigen Kulturzentrum zu gestalten, das Tradition und Innovation harmonisch vereint.

Geschichte der Kirche:

  • 1744 erkämpften sich die Lutheraner in Wichlinghausen das Recht, eine eigene Gemeinde zu gründen und eine Kirche zu bauen.
  • Die Gemeindegründung wurde zu einem diplomatischen Thema zwischen Kurfürst Karl Theodor und Preußen-König Friedrich II., der die Wichlinghauser unterstützte.
  • Am 16. Mai 1777 genehmigte der Kurfürst den Bau der Kirche im Wuppertal.
  • Im Juli 1777 wurde die neue Gemeinde gegründet, das Wupperfeld parzelliert und eine provisorische Holzkirche gebaut.
  • Der Bau kostete 30.846 Reichstaler und wurde z.T. durch Kollekten finanziert.
  • Die Grundsteinlegung war am 24. März 1779, die Einweihung der Kirche am 10. Juli 1785.
  • Es wurden gleichzeitig das Pastorat, ein Schulhaus, ein Lehrerhaus, ein Armen- und Waisenhaus und ein Friedhof angelegt.
  • Es handelt sich um eine tonnengewölbte Saalkirche aus Kalkbruchstein, mit Sandsteinelementen.
  • Vor der Eingangsfassade steht ein quadratischer Turm mit einer barocken Turmhaube, Laterne und einem Schwan.
  • Der Schwan symbolisiert Martin Luther, da Jan Hus, der Reformator, sagte: „Heute bratet ihr eine Gans, aber aus der Asche wird ein Schwan auferstehen.“
  • In der Turmfassade befand sich ein kunstvoll gestaltetes Hauptportal.
  • Der Innenraum hatte einen einschiffigen Kirchsaal mit Emporen an drei Seiten und fünf hohe Rundbogenfenster an den Seiten.
  • Der Altar, die Kanzel und die Orgel waren übereinander angeordnet und reich mit weißen und goldenen Schnitzereien verziert.
  • Die Orgel wurde von Jacob Engelbert Teschemacher gebaut und nach seinem Tod von Gerhard Schrey vollendet. Sie war eine der größten Orgeln im rheinischen Raum.

ZERSTÖRUNG UND WIEDERAUFBAU DER KIRCHE:

  • Am 30. Mai 1943 wurde die Kirche bei einem Bombenangriff zerstört.
  • Ab 1946 begann man, den Turm der Alten Kirche wieder aufzubauen.
  • 1950 fand der erste Gottesdienst in der teilweise wiederhergestellten Kirche statt.
  • Am 21. Juni 1953 wurde die Kirche mit vereinfachtem Innenraum wieder eingeweiht.
  • 1967 teilte sich die lutherische Gemeinde Wupperfeld in vier Gemeinden.
  • Von Januar 2008 bis April 2014 war die Alte Kirche Wupperfeld Predigtstätte des Bezirks Wupperfeld der Evangelischen Kirchengemeinde Gemarke-Wupperfeld.
  • Im Februar 2013 wurde bekannt, dass die Gemeinde sich von der Alten Kirche Wupperfeld und dem benachbarten Nommensenhaus trennen möchte.
  • Am 27. April 2014 fand der letzte Gottesdienst in der Alten Kirche Wupperfeld statt.
  • 2017 wurde das Gebäude als Gottesdienststätte abgemeldet und verkauft.